bigstock-Colorful-chalk-pastels--educa-44767423.jpg

Am 26. September fand in der Leibniz Universität Hannover der 27. Niedersächsische Tag der Politischen Bildung statt.

Etwa 90 Kolleginnen und Kollegen nahmen an dieser Fachtagung teil. „Politische Bildung durch integrativen Unterricht – Theoretische Konzepte und Beispiele für die Unterrichtspraxis“ lautete in diesem Jahr das Thema. Der Vormittag wurde durch drei Fachvorträge bereichert. Prof. Dr. Silja Graupe referierte zum Thema „Bildung für eine Gemeinsinn-Ökonomie – Befähigung zu lebenspraktischer Urteilskraft und Klugheit im Zeitalter der Globalisierung", Prof. Dr. Reinhold Hedtke hielt einen Vortrag mit dem Thema "Leitperspektive Soziologie oder Sozialwissenschaft?" Den Abschluss bildete ein Vortrag von Prof. Dr. Phlipp Staab zum Thema „Digitaler Kapitalismus“. Der Landesvorsitzende Prof. Dr. Tonio Oeftering moderierte anschließend eine Diskussion mit den drei Vortragenden und den Teilnehmenden der Tagung.

Am Nachmittag fanden vier gut besuchte Workshops statt.

Im Zentrum des von Julia Bekurs geleiteten Workshops „Berufsorientierung im Politikunterricht?“,  der als Erfahrungsaustausch konzipiert war, standen die Schnittstellen zwischen Beruflicher Orientierung und integrativen Unterrichtsmodellen. Neben geeigneten Umsetzungsmöglichkeiten wurden auch die Grenzen des interdisziplinären Unterrichts diskutiert.

Prof. Dr. Thilo Harth  stellte in seinem WS „Mit ’Design Thinking’ integrativ komplexe politische Fragestellungen angehen“ das Konzept DT vor. Im aktivierenden Teil wurden Themenvorschläge der Teilnehmenden aus der Unterrichtspraxis sowie mögliche Grenzen des Konzeptes diskutiert. Harth reagierte sehr flexibel und kreativ auf die über dem vorgegebenen Limit liegende Anzahl der Teilnehmenden an seinem Workshop.

In einem von Helene Bergmann vom Institut für Politik- und Geschichtswissenschaft der Pädagogischen Hochschule Freiburg geleiteten Workshop zum Klimawandel als Unterrichtsgegenstand näherten sich die anwesenden Berufs- und Gymnasiallehrkräfte dem Thema zunächst im Rahmen einer thematischen Strukturierung, an die sich ein Gespräch über didaktisch-methodische Fragen anschloss. Als Impuls, sich dem Thema fächerüberschreitend zuzuwenden, wurde von der Workshopleitung abschließend noch eine die historische Perspektive einbeziehende Unterrichtsidee eingebracht und zur Diskussion gestellt.

Pia Frede und Dr. Justus Goldmann stellten in ihrem Workshop „Große Transformation im Unterricht?“ klimapolitische Konzeptionen des Wiss. Beirates der Bundesregierung (WBGU) in einen kritischen Zusammenhang mit politikdidaktischen und methodischen Wegen, den Klimawandel  im Politik-Wirtschaft-Unterricht der Sek II. zum Thema zu machen. Dabei stand die Anschlussfähigkeit des komplexen Sachgegenstandes an Leitperspektiven und Kompetenzen der Qualifikationsphase im Vordergrund. Besonders intensiv erörterte die Gruppe, ausgehend von Beispielmaterial zur Analyse der „Fridays for Future“-Bewegung, Chancen und Grenzen der Förderung von Partizipationsbereitschaft auch mit Blick auf den Beutelsbacher Konsens.

Twitter

Zum Seitenanfang