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Für unsere Fachzeitschrift "Politik unterrichten", laden wir Sie und Euch herzlich zur Mitwirkung ein. Wir suchen fachwissenschaftliche und bildungspraktische Beiträge zum Thema “Transnationale Beziehungen im Fokus Politischer Bildung”.

Die Globalisierung hat die Vernetzung von Individuen, Interessengemeinschaften und Wirtschaftsakteuren sowie eines Wissenstransfers über staatliche Grenzen hinweg ermöglicht. So entstanden und entstehen neue Felder der gemeinsamen, europäischen, inter- und transnationalen gesellschaftlichen Chancen, aber auch neue Problemfelder der internationalen Zusammenarbeit. Auch die Bewältigung zentraler Konfliktfelder steht fraglos in dieser internationalen Perspektive: Der adäquaten Bekämpfung des Klimawandels, des (digitalen) Terrorismus‘ und der Coronapandemie oder der Bewältigung von Migrationsbewegungen kann nicht durch rein nationalstaatliche Lösungsansätze begegnet werden. Damit einher geht jedoch auch eine sich immer weiter ausdifferenzierende Komplexität, die Abhängigkeit von anderen Staaten und nicht zuletzt die Notwendigkeit eines transnational ausgerichteten Kompetenzprofils aller (potentiellen) Akteur*innen. Für die politische Bildung stellt sich die Aufgabe, sich im Sinne eines diskursiv-reflexiven Ansatzes mit Aspekten der transnationalen Beziehungen auseinanderzusetzen. Im Heft 1/2022 der "Politik unterrichten" möchten wir transnationale Beziehungen in den Fokus der politischen Bildung setzen und systematisch und global aus theoretischer, fachdidaktischer und bildungspraktischer Perspektive bearbeiten.

Den kompletten Call for Papers gibt es hier als PDF.

Interessierte senden bitte bis zum 30.11.2021 ein Abstract in deutscher Sprache im Umfang bis maximal 2000 Zeichen sowie eine kurze Autor*innenbiographie an redaktion[@]dvpb-nds.de

Das Niedersächsische Kultusministerium und das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung organisieren ein neues Format, die WebTalkReihe!

"Die demokratische Gesellschaft sieht sich mit zwei zentralen Herausforderungen konfrontiert: Die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft droht die Gesellschaft zu spalten. Demokratie- und Elitenskepsis nehmen zu, ebenso wie Hatespeech oder Formen der offenen Ablehnung der liberalen demokratischen Gesellschaft. Hinzu kommt das vermehrte Auftreten von Verschwörungsphantasien, die nicht selten antisemitisch konnotiert sind. Die sozialen Medien mit ihren verstärkenden Echokammern spielen hierbei eine wichtige Rolle. Die herausfordernde Zeit der COVID-19-Pandemie lässt diese Entwicklungen noch deutlicher hervortreten. Daneben stellt der menschengemachte Klimawandel und dessen Folgen die zweite zentrale Herausforderung dar, die eine gesamtgesellschaftliche Antwort in bisher noch nicht gekanntem Ausmaß erforderlich macht. Der Schule kommt bei der Stärkung von Demokratie und Menschenrechten sowie dem Engagement für einen nachhaltig lebenswerten Planeten eine ganz entscheidende Rolle zu.

Um Antworten auf diese aktuellen Herausforderungen der Demokratie zu finden – und wie sich diese in der Schule thematisieren lassen, hat das Niedersächsische Kultusministerium gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung eine WebTalkReihe mit dem Titel „Herausforderungen der Demokratie – Was Schule bewegt?!“ konzipiert. Das Ziel der WebTalkReihe besteht darin, in Schulen Tätige niedrigschwellig und alltagsnah über aktuelle Herausforderungen zu informieren und sie konkret zu unterstützen. Zudem sollen Folgen für Schulen in den Blick genommen und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Geplant sind sieben Termine im Zeitraum von September bis Dezember 2021 (zu je 90 – 120 min). Die zentralen Ergebnisse der WebTalkReihe werden dokumentiert, aufbereitet und den Schulen zugänglich gemacht."

Beim Auftakt am 27. September 2021 ist auch unser DVPB Mitglied und Bundesvorsitzender Prof. Dr. Tonio Oeftering dabei.

Mehr Informationen zu der Veranstaltungsreihe gibt es hier.

Warum sollten Corona bzw. die Covid19-Pandemie, die Proteste und damit verbundene verschwörungsideologische Erzählungen unbedingt in der Schule thematisiert werden?

Unser Landesvorsitzender, Steve Kenner, wurde zu dieser Frage von der Leibniz School of Education (LSE) in seiner Funktion als Forscher am Institut für Didaktik der Demokratie (beides Leibniz Universität Hannover) zu einem Online-Talk eingeladen. Einen Zusammenschnitt des über 90 minütigen Formats findet ihr hier.

Protest in Zeiten von Corona ist kein einfaches Thema. Durch die Maßnahmen zur Eingrenzung der Corona-Pandemie sehen sich Personen in ihren Grundrechten eingeschränkt und möchten dagegen protestieren. Doch während die einen sich hierbei für die Grundsätze unserer freiheitlich demokratischen Gesellschaft einsetzen, möchten andere Widerstand gegen diese leisten. Wie schwierig die Situation werden kann, hat sich am 29.08.2020 bei den Demonstrationen in Berlin gezeigt. Wer demonstriert hier mit wem? Was bedeutet dieser Protest für unsere Demokratie? Und warum sollten sich (angehende) Lehrer*innen aller Fächer mit der aktuellen politischen Situation auseinandersetzen?

Diesen Fragen haben sich Helene Pachale für die Leibniz School of Education und Steve Kenner für das Institut für Didaktik der Demokratie am 09.09.2020 in einem Online-Talk mit anschließender Diskussion gewidmet.

coronaDie Corona-Pandemie hat Deutschland fest im Griff. Auch die Arbeitswelt ist betroffen – und zwar weit über den Gesundheitssektor hinaus. Covid-19 und die Eindämmungsmaßnahmen haben in fast allen Branchen und Berufsfeldern spürbare Auswirkungen auf die Arbeitenden.
Der Arbeitswelt-Monitor ist ein gemeinsames Projekt der Universität Osnabrück (Prof. Dr. Hajo Holst) und des Netzwerks der Kooperationsstellen Hochschulen – Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen. Ziel des Monitors ist es, die Folgen der Corona-Krise in den verschiedenen Bereichen der Arbeitswelt sichtbar zu machen.
Egal, wo Sie arbeiten – Einzelhandel, Industrie, Logistik, Pflege, Kindergarten, öffentlicher Sektor, Kulturbereich oder einer anderen Branche, wir interessieren uns für Ihre Erfahrungen: Wie erleben Sie Ihre Arbeit in Zeiten der Corona-Krise? Wie reagieren Arbeit- und Auftraggeber, welche Schutzmaßnahmen werden ergriffen und wie lassen sich Kinderbetreuung und Arbeit im Alltag verbinden?

Eingeladen zur Teilnahme sind Erwerbstätige aus allen Wirtschaftszweigen und allen Beschäftigungsformen. Bitte nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit und beantworten Sie unsere Fragen. Die Befragung finden Sie hier!

Die Daten werden selbstverständlich anonym ausgewertet. Rückschlüsse auf konkrete Personen und Unternehmen sind nicht möglich. Wenn Sie über Folgebefragungen informiert werden wollen, können Sie sich am Ende der Befragung auf einer Mailing-Liste eintragen.

Bei Fragen wenden Sie sich an:
Prof. Dr. Hajo Holst: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

bildungaktuell

23.04.2020:

Schon vor der Corona-Krise waren demokratiefeindliche Kräfte laut und auch währenddessen versuchen sie aus der Verunsicherung der Menschen Kapital zu schlagen. Es ist daher von großer Bedeutung, zivilgesellschaftliche Strukturen und die öffentlich geförderte außerschulische politische Bildung nicht nur zu erhalten, sondern weiter auszubauen. Bedingt durch die Pandemie mussten auch Träger der gewerkschaftlichen und politischen Bildung ihren Präsenzbetrieb einstellen und nun ist ihre Existenz bedroht.

Die Bundesregierung hat diesen wichtigen Bereich bislang nicht explizit in die Maßnahmen zur Bewältigung der Krise einbezogen. „Politische Bildung ist aber in Zeiten einer zunehmend polarisierten Gesellschaft wichtiger denn je. Gerade deshalb ist es zwingend notwendig, dass dieser Bereich ebenfalls unter den Corona-Schutzschirm der Bundesregierung kommt“, fordert die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack.

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