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24. September 2020

Autoritarismus – Herausforderungen für die politische Bildung

Die Jahrestagung der DVPB Niedersachsen ist eine Fachtagung, die für alle Lehrkräfte des Landes Niedersachsen als Fortbildungsveranstaltung anerkannt ist. Ziel des 28.Tages der Politischen Bildung ist es, aktuelle gesellschaftspolitische Herausforderungen und Themen im Feld der politischen Bildung fachlich, fachdidaktisch und schulpraktisch aufzuarbeiten und den politischen Bildnerinnen und Bildner aus Schule und außerschulischen Bildungseinrichtungen die Möglichkeit zu geben, sich über neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren und mit Fachkolleginnen und -kollegen über unterrichtspraktische Umsetzungsmöglichkeiten auszutauschen.

Das Erstarken rassistischer und menschenverachtende Denkmuster in der Gesellschaft ist spürbar. Immer wieder wird im öffentlichen Diskurs der Ruf nach einer starken Führung und einer starken Hand lauter. Die Demokratie und ihre Werte sind bedroht und der Autoritarismus erfährt eine neue Stärke. Immer wieder melden sich politische Bildnerinnen und Bildner, Lehrkräfte sowie Pädagoginnen und Pädagogen mit der Bitte um Unterstützung bei der unterrichtlichen Bearbeitung dieses Phänomens. Deshalb stellen wir das Thema Autoritarismus als Herausforderung für die Politische Bildung in den Fokus der Veranstaltung.

Die Veranstaltung kann aufgrund der durch Corona bedingten Beschränkungen nur online durchgeführt werden. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 100 begrenzt! Die Tagungsgebühr beträgt 10,00 Euro.

Die Fortbildung ist in vier Abschnitte gegliedert. Am Morgen führen Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta, Kultusminister Grant Hendrik Tonne und Steve Kenner, Landesvorsitzender der DVPB Niedersachsen in das Tagungsthema ein und ordnen die Bedeutung des Themas für die politische Bildung in Niedersachsen ein.

Am Vormittag wird anschließend in einem fachwissenschaftlichen Panel das Themenfeld Autoritarismus auch in Verbindung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den Pluralismusvorstellungen von Jugendlichen aufgearbeitet. Hierfür wird es wissenschaftlich fundierte Inputs von Dr. Björn Milbradt (Deutsches Jugendinstitut), Prof. Dr. Hans-Dieter König (Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main) und Nico Wenzel (Universität Göttingen) geben.

In einem zweiten Panel am frühen Nachmittag werden Inputs mit praktischen Bezug zur pädagogischen Arbeit (bspw. nutzbare Apps, Unterrichtsmaterialien, usw.) folgen. Die zwei Inputs mit Referent*innen der Leibniz Universität Hannover und der Landeszentrale für politische Bildung Niedersachsen, widmen sich den Themenfeldern: Autoritarismus im digitalen Zeitalter, Fake News, Hate Speech und Verschwörungstheorien. Im dritten Panel stehen die Lehrkräfte und die Disziplin politische Bildung im Fokus. Die Referentinnen Dr. Nkechi Madubuko und Dr. Gudrun Heinrich (Universität Rostock) werden die Rolle der Lehrkraft für eine diskriminierungsarme Schule und sowie die Rolle der politischen Bildung in der Auseinandersetzung mit autoritären Strömungen beleuchten.

Nach der erfolgreichen Anmeldung erhalten Sie die entsprechenden Zugangsdaten und Passwörter via Mail.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Georg-August-Universität Göttingen, dem Arbeitsbereich Politikwissenschaft & Didaktik der Politik, dem Netzwerk Lehrkräftebildung (NLF) in Göttingen und der Landeszentrale für politische Bildung Niedersachsen statt. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Niedersächsischen Kultusministerium.

Organisiert wird die Veranstaltung vom Landesverband Niedersachsen der Deutschen Vereinigung für Politischen Bildung (DVPB). Sie ist nur aufgrund des ehrenamtlichen Engagements der Mitglieder der DVPB möglich. Wenn Sie sich für unsere Arbeit interessieren oder unser Engagement für die politische Bildung und Demokratiebildung in Niedersachsen unterstützen wollen, informieren Sie sich gerne auf unserer Homepage: www.dvpb-nds.de Sie können unsere Arbeit auch mit einer Mitgliedschaft unterstützen. Auf unserer Website finden Sie auch einen digitalen Mitgliedsantrag: https://www.dvpb-nds.de/index.php/organisation/mitglied-werden.

Zur Anmeldung für unsere Tagung gelangen Sie über VeDaB: https://vedab.de/veranstaltungsdetails.php?vid=118294

Hier finden Sie das vollständige Programm als PDF zum Download.

Die Befragung wird von Frau Prof. Dr.  Kerstin Pohl und StD Dr. Veit Straßner (Arbeitsbereich Politikdidaktik der Johannes Gutenberg-Universität – JGU) in Kooperation mit dem Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung der JGU durchgeführt. Die Bearbeitung dauert ca. 20 Minuten. Die Antworten werden anonym und gemäß den datenschutzrechtlichen Bestimmungen verarbeitet.
Um eine belastbare Datenbasis zu bekommen, bitten die Autoren, den Link zur Umfrage im Sinne eines „Schneeballsystems“ an möglichst viele Politiklehrerinnen und Politiklehrer weiterzuleiten. 

Hier geht es zur Befragung!

coronaDie Corona-Pandemie hat Deutschland fest im Griff. Auch die Arbeitswelt ist betroffen – und zwar weit über den Gesundheitssektor hinaus. Covid-19 und die Eindämmungsmaßnahmen haben in fast allen Branchen und Berufsfeldern spürbare Auswirkungen auf die Arbeitenden.
Der Arbeitswelt-Monitor ist ein gemeinsames Projekt der Universität Osnabrück (Prof. Dr. Hajo Holst) und des Netzwerks der Kooperationsstellen Hochschulen – Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen. Ziel des Monitors ist es, die Folgen der Corona-Krise in den verschiedenen Bereichen der Arbeitswelt sichtbar zu machen.
Egal, wo Sie arbeiten – Einzelhandel, Industrie, Logistik, Pflege, Kindergarten, öffentlicher Sektor, Kulturbereich oder einer anderen Branche, wir interessieren uns für Ihre Erfahrungen: Wie erleben Sie Ihre Arbeit in Zeiten der Corona-Krise? Wie reagieren Arbeit- und Auftraggeber, welche Schutzmaßnahmen werden ergriffen und wie lassen sich Kinderbetreuung und Arbeit im Alltag verbinden?

Eingeladen zur Teilnahme sind Erwerbstätige aus allen Wirtschaftszweigen und allen Beschäftigungsformen. Bitte nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit und beantworten Sie unsere Fragen. Die Befragung finden Sie hier!

Die Daten werden selbstverständlich anonym ausgewertet. Rückschlüsse auf konkrete Personen und Unternehmen sind nicht möglich. Wenn Sie über Folgebefragungen informiert werden wollen, können Sie sich am Ende der Befragung auf einer Mailing-Liste eintragen.

Bei Fragen wenden Sie sich an:
Prof. Dr. Hajo Holst: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

bildungaktuell

23.04.2020:

Schon vor der Corona-Krise waren demokratiefeindliche Kräfte laut und auch währenddessen versuchen sie aus der Verunsicherung der Menschen Kapital zu schlagen. Es ist daher von großer Bedeutung, zivilgesellschaftliche Strukturen und die öffentlich geförderte außerschulische politische Bildung nicht nur zu erhalten, sondern weiter auszubauen. Bedingt durch die Pandemie mussten auch Träger der gewerkschaftlichen und politischen Bildung ihren Präsenzbetrieb einstellen und nun ist ihre Existenz bedroht.

Die Bundesregierung hat diesen wichtigen Bereich bislang nicht explizit in die Maßnahmen zur Bewältigung der Krise einbezogen. „Politische Bildung ist aber in Zeiten einer zunehmend polarisierten Gesellschaft wichtiger denn je. Gerade deshalb ist es zwingend notwendig, dass dieser Bereich ebenfalls unter den Corona-Schutzschirm der Bundesregierung kommt“, fordert die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack.

Gutachten im Auftrag der GEW Hessen zeigt erhebliche Mängel in Ausstellung zur Extremismusprävention an Schulen auf

GEW Pressemitteilung 12. Februar 2020:
Die Ausstellung „Aufgeklärt statt autonom“, die im Herbst 2019 an alle hessischen Schulen mit einer neunten und zehnten Jahrgangsstufe verschickt wurde, enthält gravierende fachliche und fachdidaktische Mängel. Das ist das zentrale Ergebnis einer wissenschaftlichen Expertise, welche die GEW Hessen bei Dr. Christoph Bauer und Dr. Martina Tschirner in Auftrag gegeben hat. Hier geht es zum Text der PM und zum Gutachten!


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